Präsentieren
Das professionelle Aufbereiten und Darstellen von Informationen ist eine berufliche Kernkompetenz. Auf dieser Seite sollen einige konkrete und anschauliche Aspekte des Präsentierens in Form von Checklisten behandelt werden.
I. Vortragsplanung (Sichten): Ziele, Zielgruppe, Rahmenbedingungen
"Wer gut reden will, muss erst nachdenken." Die konkrete, gedankliche Vorbereitung Ihrer Präsentation hat eine angstvermindernde Wirkung. Die Präsentationssituation wird Ihnen vertrauter erscheinen, wenn Sie diese gut geplant und mehrmals vor Ihrem geistigen Auge "durchgespielt" haben. Achten Sie dabei vor allem auf den Perspektivenwechsel, indem Sie sich innerlich mit Ihren Zuhörern auseinandersetzen. Im Optimalfall machen Sie eine Generalprobe vor einem anderen Publikum, dem Sie Ihre Präsentation vollständig darbieten und im Anschluss ein an diesen Checklisten orientiertes Feedback einholen.
Absichten & Ziele:
- Was sind meine Ziele? Was möchte ich mit meinem Vortrag erreichen?
- Möchte ich informieren, einen Überblick verschaffen, schulen, beraten, motivieren, überzeugen, Entscheidungen vorantreiben,...?
Zielgruppe:
- Wer sind meine Zuhörer?
- Welches Vorwissen und welche Vorerfahrung zum Thema haben meine Zuhörer?
- Wie kann ich dieses Vorwissen (Fach- & Alltagswissen) gezielt aufgreifen, ergänzen, systematisieren und bei Bedarf korrigieren?
- Was weiß ich über die Interessen, Ausbildung, Arbeitsfelder meiner Zuhörer?
- Wie viele Zuhörer werde ich vermutlich haben und wie alt sind sie?
- Sind meine Zuhörer freiwillig hier?
- Worin liegt der persönliche Nutzen meines Vortrags für die Zuhörer?
- Können meine Zuhörer nach dem Vortrag bessere Entscheidungen treffen, Fehler vermeiden oder Arbeitsschritte effektiver durchführen?
Sprechen Sie den spezifischen Nutzen Ihres Vortrags für die Zuhörer gleich zu Beginn (und an weiteren passenden Stellen) an!
Situationsanalyse:
- Wie viel Zeit steht mir zur Verfügung?
- Wie groß ist der Raum?
- Wo stehe ich als Referent?
- Kann ich mich während meines Vortrags im Raum bewegen und bleibe ich dabei für alle Zuhörer sichtbar und hörbar?
- Muss der Raum vorbereitet & gestaltet werden (Sitzordnung, Medien, Deko,...)?
- Welche Medienausstattung ist vorhanden und kann ich mich vor dem Vortrag mit den vorhandenen Medien vertraut machen? (Redundanz!)
- Benötige ich einen Assistenten (Informationen verteilen, Diskussion moderieren, Modelle vorführen, Geräte bedienen, ....)?
- Sollen die Zuhörer sitzen, oder gestalte ich den Vortrag als geführte bzw. kommentierte "Vernissage" entlang der vorbereiteten Stationen?
- Ist meine Rede ein Teil einer Vortragsserie? Wurden genügend Pausen eingeplant?
- Teile ich vor Beginn des Vortrags ein Handout an die Zuhörer aus?
- Nehme ich während meines Vortrags Bezug auf das Handout (Überblicks-Maps, Abbildungen, Quellennachweise, ...)?
- Nutze ich das Handout zur Aktivierung meiner Zuhörer (Arbeitsaufträge, Lesephasen, ...)?
- Gebe ich während meines Vortrags Hinweise zu weiterführenden Informationen (Webseiten, PDF-Version der Vortragsfolien, ...)?
II. Vortragsphasen
Präsentationen bestehen häufig aus einer dreiteiligen Grobgliederung in Einstieg (ca. 15%), Hauptteil (ca. 75%) und Schluss (ca. 10%).
- Funktionen des Einstiegs:
- Kontakt herstellen
- Wie betrete ich die "Bühne"?
- Wie baue ich den Kontakt zu den Zuhörern auf?
- Begrüße ich die Zuhörer vor oder nach der "Einstimmung" (siehe "Cover")?
- Wie stelle ich mich meinen Zuhörern vor?
- Interesse wecken
- Wie stimme ich die Zuhörer auf das Vortragsthema ein?
- Wie erlange ich die Aufmerksamkeit der Zuhörer?
- Soll ich z.B. eine Eröffnungs- bzw. Quiz-Frage stellen?
- Beginne ich meinen Vortrag mit einem aktuellen Ereignis, prägnanten Beispielen, typischen Erfahrungen, eventuellen Befürchtungen der Zuhörer, oder z.B. aus der Sicht der Gegenposition?
- Knüpfe ich an das Vorwissen der Zuhörer an?
- Vergleiche ich das Vortragsthema (Gemeinsamkeiten, Unterschiede) mit bekannten Vorerfahrungen, Themen, Konzepten?
- Soll ich ihre Vorerfahrungen zum Thema erfragen, (auf Karten) sammeln und kategorisieren?
- Aktiviere ich die Zuhörer? "Notieren Sie 2 min. einige kritische Fragen zum Thema. Prüfen Sie am Ende meines Vortrags, welche dieser Fragen noch nicht beantwortet sind."
- ... (siehe "Cover")
- Orientierung geben
- Wie gebe ich einen kurzen Überblick über das Vortragsthema und meine Gliederung ("Fahrplan, Wegweiser")?
- Visualisierung durch KaWa, Mind-Map, Concept-Map, Collage,...
- Formuliere & erläutere ich z.B. eine zentrale Fragestellung, die ich mit meinem Vortrag beantworten werde?
- Wie stelle ich einen Bezug zum Thema der Vortragsreihe und zum Vortrag meines Vorredners her?
- Wie stelle ich einen Bezug zum bisher erarbeiteten Wissen (im Rahmen der Veranstaltung) her?
- Sage ich den Zuhörern, ob Zwischenfragen erwünscht sind, oder ob die Zuhörer Fragen für eine Diskussionsrunde am Ende des Vortrags notieren sollen?
- Wie gebe ich einen kurzen Überblick über das Vortragsthema und meine Gliederung ("Fahrplan, Wegweiser")?
- Kontakt herstellen
- Hauptteil
- Welche Botschaft möchte ich transportieren?
- Welches sind die 3-5 wichtigsten Kernaussagen bzw. Leitfragen meines Vortrags?
- Wie kann ich die Riehenfolge und die Auswahl der Leitfragen und Teilthemen sinnvoll begründen?
- Wie viel Vortragszeit möchte ich für die Behandlung der einzelnen Kernaussagen nutzen?
- Zeiten zu den Kernaussagen notieren und Pufferzeiten einplanen
- Welche Vortragsinhalte sind ähnlich? Welche Inhalte gehören zusammen?
- Wie kann ich mich auf das Wesentliche & meinen Vortragsziel konzentrieren? Welche Details kann ich weglassen?
- Prioritätsmethode: mögliche Vortragsinhalte nach "Muss-", "Soll-" & "Kann-"Informationen kategorisieren
- Was sind die Schlüsselbegriffe meines Vortrags?
- Wie bringe ich meine Informationen und Argumente in eine sinnvolle, lineare Reihenfolge? Strukturierungsbeispiele:
- Ausgangslage - Vorgehensweise - Ergebnis
- Problem - bisherige Lösung - neuer Ansatz
- Allgemeiner Hintergrund - spezielle Problematik - meine Vorgehensweise - ergab folgende Daten - die ich folgendermaßen interpretiere - aus denen ich folgende Konsequenzen ziehe
- Experte 1 hat festgestellt - und so interpretiert - Experte 2 hat dagegen festgestellt - und anders interpretiert - meine neue Interpretation erklärt beide Ergebnisse
- Experte 1 stellt fest - Experte 2 stellt fest - was zu folgender Diskrepanz führt - meine Untersuchungen - weisen in folgende Richtung
- Problemstellung - bisher unerklärbare Daten - dagegen meine Resultate - ergeben eine neu Interpretation - mit folgenden Konsequenzen
- ...
- Ist meine Gedankenfolge aus Sicht der Zuhörer logisch, folgerichtig und nachvollziehbar?
- Beleibt der "rote Faden" für die Zuhörer immer erkennbar?
- Nutze ich eine angemessene inhaltliche, optische und sprachliche Gliederung?
- Bewege ich mich in meinem Vortrag vom Einfachen/Bekannten zum Komplexen/Unbekannten?
- Bewege ich mich in meinem Vortrag vom Überblick zum Detail? ("Zoomen"!)
- Wie gestalte ich die Übergänge zwischen den verschiedenen Kernaussagen und Teilthemen?
- Wie gestalte ich mein Vortragsmanuskript?
- Mind-Map, Concept-Map,
- Karteikarten mit Schlüsselwörtern, Zeitplanung, "Regieanweisungen",
- Notizfunktion von Powerpoint,
- Medien (z.B. Abbildungen, keine Textfolien!) gezielt als Gedankenstütze für den "roten Faden" einsetzen, ...
- Ist ich mein Vortrag für die Zuhörer verständlich?
- Benutze ich geläufige Wörter und Formulierungen?
- Erkläre ich unbekannte Fremdwörter & Fachbegriffe?
- Bilde ich kurze, positive Sätze mit einfachem Satzbau?
- Verwende ich eine konkrete, anschauliche und bildhafte Sprache?
- Teile ich meine Information in kleine, einfache, für meine Zuhörer nachvollziehbare Schritte ein?
- Zeige ich Beispiele, Metaphern, Analogien, Anwendungen auf?
- Wie erhalte ich die Aufmerksamkeit der Zuhörer?
- Das Gehirn reagiert auf Veränderungen!
- Medienwechsel, Standortwechsel,
- Wechsel zwischen Frage und Antwort, Pro und Contra, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft,
- Mimik (Gesicht), Gestik (Arme, Hände, Finger, Schultern), Humor, Stimme, Haltung (Beine, Rumpf) einsetzen,
- Aktivierung der Zuhörer durch Fragen, Arbeitsaufträge, Spiele,
- unterschiedliche Sichtweisen und Standpunkte einbringen, Stories & Alltagserfahrungen einbringen,
- Zuhörer persönlich ansprechen ("Sie" bzw. "wir" verwenden, "man" vermeiden), sich selbst zurücknehmen ("Ich" vermeiden), ...
- Wie unterstütze ich die Zuhörer dabei, sich während des langen Hauptteils in meinem Vortrag orientieren zu können?
- Teilthemen visualisieren, Zwischenüberschriften nutzen, Gliederungspunkte nummerieren, ....
- Schluss
- "Der erste Eindruck ist entscheidend und der letzte bleibt."
- Der Schluss muss den Zuhörern positiv in Erinnerung bleiben!
- Greife ich meine Eingangsfrage noch einmal auf, um sie mit meinen Abschlussworten zu verbinden?
- Hebe ich die wesentlichen Punkte meines Vortrags an Hand meiner Überblicks-Map nochmals zusammenfassend hervor?
- Wie lautet mein Fazit bzw. die prägnante "Take-Home-Message", die ich für meine Zuhörer formuliere?
- Beende ich den Vortrag z.B. mit einem Ausblick, oder mit der Formulierung von Perspektiven & Prognosen?
- Mit welchen Worten bedanke ich mich bei den Teilnehmern für ihr Kommen und ihre Aufmerksamkeit?
- "Der erste Eindruck ist entscheidend und der letzte bleibt."
- [Diskussion]
- Wie leite ich zu einer eventuellen anschließenden Diskussion über?
- Meinungsbild zum Thema durch Kärtchen, Handzeichen, ... einholen
- Zuhörer um eine kurze Stellungnahme zum Thema bitten (Blitzlicht!),...
- Wie lange soll die Diskussion dauern? (Zeitrahmen vorher abstecken!)
- Übernimmt ein "Assistent" die Moderation & Diskussionsleitung (Wortmeldungen koordinieren, verbale Angriffe versachlichen, Zeitrahmen einhalten, ..)?
- Welche Fragen, Aspekte & Argumente können in der Diskussion thematisiert werden?
- Kann ich während der Diskussion weitere Informationen zum Thema liefern und diese auch visualisieren (zusätzliche Medien)?
- Kann mein "Assistent" die Diskussion abschließen und die Diskussionsergebnisse zusammenfassen?
- Wie leite ich zu einer eventuellen anschließenden Diskussion über?
Eine andere Möglichkeit der Vortragsstrukturierung, besteht in der Analogie, sich ein gutes Sachbuch zu erschließen.
- "Cover":
Diese Phase dient der emotionalen Einstimmung der Zuhörer, und soll (ähnlich wie ein Buchcover) Neugier und Interesse wecken.- Jingle, Bild, Collage, evtl. zentrale Fragestellung,...
- aktueller Anlass, Bezug zur Vorerfahrung der Zuhörer, witzige Bemerkung,
- Phänomene, treffende Beispiele, interessante Teilaspekte, praktische Anwendungen,
- Anekdoten, Geschichten, Biographien, Gespräche, Statistik, Zahlen, Definitionen, Formeln,
- "Klappentext" (Lead):
Diese Phase dient der kurzen Beschreibung des Themas:- Wer ist der Referent?
- Was ist der Kern des Themas?
- Was ist das Ziel des Vortrags?
- Einordnung in den Unterrichtszusammenhang
- "Inhaltverzeichnis" (Advanced Organizer):
Diese Phase soll dem Zuhörer als Wegweiser (Landkarte) durch den Vortrag dienen. Um es dem Zuhörer zu ermöglichen, die einzelnen Informationen gut in sein Vorwissen einbinden und verarbeiten zu können, sollte Ihm die Struktur des Vortrags im Voraus bekannt sein.- Erläuterung & evtl. Begründung der Struktur des Vortrags
- "Hauptteil":
- Beantwortung der Leitfragen (Wo?, Wann?, Wie? Warum?)
- "Schluss":
- Zusammenfassung, Anwendungen, Ausblick,
- Appell, witzige Illustration, überraschende Pointe,...
- Fazit -> Take-Home-Message
- Quellenangabe
III. Medien & Visualisierung
- Was will ich mit dem Einsatz des jeweiligen Mediums aussagen, aufzeigen, verdeutlichen, ...?
- Wie passt das genutzte Medium in meinen Vortrag?
- Passt das genutzte Medium zum Anlass bzw. zum Vortragthema?
- Nutze ich die (technischen) Möglichkeiten des Mediums aus?
z.B. bei Powerpoint- Orientierung geben:
- einheitliches Layout,
- Folienüberschriften,
- Thema bzw. Teilthema, Referentenname, Datum & Vortragsanlass ins Layout der Folien einbinden,
- Quellen & Abbildungsnachweise in die Fußzeilen, ...
- Gewichtung durch typografische Mittel [groß, fett, farbig, mittig, ...],
- Animation von Prozessen [zumindest Darstellung einer Bildfolge] statt nur einer Abbildung,
- Daten & Zahlen visualisieren,
- Folieninhalt: Grafiken, Fotos, Tabellen, Diagramme, Cartoons, Mindmaps, Prozess-Animationen, Video-Clips, Audio-Sequenzen, Hintergrundmusik (Emotionen!), Schlüsselwörter, Zahlen, Daten, …
- Zoomen, Überblendungen, mehrere Ebenen,
- Sprechernotizen & multiple Monitore nutzen,
- Nutzung in Kombination mit einer Fernbedienung -> Standortwechsel des Referenten möglich,
- Nutzung in Kombination mit einem elektronischen Whiteboard -> Hervorhebungen, Markierungen, Bemerkungen live hinzufügen,
- ...
- Orientierung geben:
- Medienmix: Powerpoint, Plakate, Poster, Collage (mit Führung), Realmodelle, Filme, Interviews, Dialog, Rollenspiel, Umfragen (Audiofeature),…
- Nutze ich mehrere Medien parallel?
- z.B. Beamer & OPH, mehrere OHPs, OHP & Plakat,...
IV. Handout
- Mein Handout unterstützt den Vortrag statt ihn zu ersetzen. Es muss nicht selbsterklärend sein.
- Mein Handout besteht u.a. aus einer Überblicks-Map, welche die Vortragsstruktur widerspiegelt und die Schlüsselwörter enthält.
- Mein Handout enthält Quellenangaben, wichtige Visualisierungen, weiterführende Literaturhinweise, ...
V. "Spezielle" Situationen während der Präsentation
- Steckenbleiben
- einen (Fach-)Begriff vergessen
- unglückliche Formulierungen
- Unkenntnis
- sachliche Zwischenrufe
- unsachliche Zwischenrufe
- Unruhe im Publikum
Bewertungskriterien
Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg gibt in seiner "Handreichung zur neuen Realschulabschlussprüfung" auf S. 43 folgende Bewertungskriterien für Präsentationen im Rahmen der Fächerübergreifenden Kompetenzprüfung an:
- Fachliche Kompetenz:
- Informationsgehalt (S.43)
- Ist die begründete Auswahl der Leitfragen in Bezug auf das Vortragsthema für die Zuhörer ersichtlich?
- Werden Daten & Fakten von Ihnen gedeutet, bewertet, zueinander und zum Thema in Beziehung gesetzt?
- Sachliche Richtigkeit (S.43)
- Verwenden Sie vollständige Quellenangaben & Abbildungsnachweise?
- Üben Sie plausible Quellenkritik bei widersprüchlichen Aussagen in unterschiedlichen Quellen?
- Begründen Sie wertende Aussagen und eigne Meinungen anhand von prüfbaren Argumenten?
- Angemessene Nutzung der Fachsprache (S.43)
- Sind die Inhalte Ihrer Präsentation und Ihre Sprache auf Ihre Zuhörer abgestimmt?
- Beschränkung auf das Wesentliche, abhängig vom Kenntnisstand der Zuhörer,
- anschauliche Erklärung von Fremdwörtern & Fachbegriffen,
- Einfachheit in Bezug auf die Wortwahl, den Satzbau und die sprachlichen Formulierungen,...
- Sprechen Sie alle verwendeten Fachbegriffe und Namen korrekt aus?
- Erläutern Sie die Wortbedeutungen der Fachbegriffe & die „Ideen“ hinter der Begriffsbildung [Kategorisierung nach welchen Eigenschaften?]?
- Sind die Inhalte Ihrer Präsentation und Ihre Sprache auf Ihre Zuhörer abgestimmt?
- Verwendung von fachspezifischen Arbeitsmitteln (S.43)
- qualitativ: Quellen-Analyse, Auswertung von Archivalien, Interpretation, Typisierung [Kategorisierung], Umfragen, Interviews, Modelle, Beobachtung, …
- quantitativ: Maßzahlen & Größen, Formeln, Experimente, Messungen & Berechnungen, Herleitungen & Beweise, Simulationen, …
- Fächerübergreifende Darstellung (S.43)
- Betten Sie Ihr Vortragsthema und den Vortragsinhalt in einen größeren Gesamtzusammenhang ein?
- Nutzen Sie Perspektiven- & Kontextwechsel bei der Behandlung des Themas?
- Geben Sie Beispiele für Analogien & Anwendungen in anderen Bereichen?
- Informationsgehalt (S.43)
- Methodische Kompetenz:
- Strukturierung (S.43)
- Sind die Struktur und die Phasen Ihrer Präsentation für die Zuhörer klar erkennbar? (siehe oben)
- Welche Hilfestellungen erhalten die Zuhörer während Ihres Vortrags, um sich im Vortragsverlauf zu orientieren?
- Wer spricht gerade worüber?
- In welchem Zusammenhang stehen die momentanen Ausführungen zum Thema der Präsentation?
- Bleibt der "rote Faden" während des längeren Hauptteils stets sichtbar?
- Sind die unterschiedlichen Teile und Gedanken Ihrer Präsentation für die Zuhörer als einzelne, kleine Einheiten, Bausteine, Module klar erkennbar?
- Überschriften, Zwischenüberschriften, Nummerierungen,...
- Sprache (Tempo, Verständlichkeit) (S.43)
- Halten Sie Ihren Vortrag frei, oder lesen Sie ihn ab?
- Sprechen Sie deutlich, eher mit tiefer Stimme, eher betonend, eher rhythmisch-fließend, eher natürlich (auch dialektgefärbt), eher langsam, und mit einer angemessenen, gut hörbaren Lautstärke?
- Nutzen Sie bewusste Sprechpausen, eine den Inhalt unterstreichende Gestik, Betonungen, Variationen der Lautstärke?
- Medieneinsatz (S.43)
- Beherrschen Sie den Umgang mit den ausgewählten Medien (Bedienung, Layout,...)?
- Nutzen Sie die Möglichkeiten aus, welche die ausgewählten Medien Ihnen bieten (z.B. Videoclips, Applets, Ton, Zoom, Sprechernotizen, Multiple Monitore, beim Einsatz von Powerpoint)?
- Verdeutlichen und unterstützen die ausgewählten Medien die Botschaft, die Sie transportieren möchten?
- Strukturierung (S.43)
- Personale Kompetenz:
- Auftreten (S.43)
- Wie stellen Sie den Kontakt zu Ihren Zuhörern her?
- Blickkontakt, räumliche Nähe,
- Bezug auf Gemeinsamkeiten & Vorerfahrungen,
- Wissens-Quiz, Aktivierung, ...
- Begegnen Sie Ihren Zuhörern eher "unterwürfig", "auf Augenhöhe" oder "überheblich"?
- Kleidung, Körperhaltung, Lautstärke der Stimme,
- räumliche Distanz, Raumnutzung,
- Formulierungen, ...
- Empfehlungen zur Körpersprache
- beide Beine fest auf dem Boden,
- aufrechte, lockere, nach vorne offene Haltung,
- ruhiger Blickkontakt, abwechselnd zu einzelnen Zuhörern,
- entspannter, freundlicher Gesichtsausdruck,
- Hände vor die Körpermitte legen,
- "passende" Gesten einsetzen,...
- Wie stellen Sie den Kontakt zu Ihren Zuhörern her?
- Kreativität (S.43)
- Ist der Mehrwert bzw. der Nutzen Ihrer Präsentation für Ihre Zuhörer klar erkennbar?
- Erläutern Sie die Bedeutung Ihrer Medien (Abbildungen, Zitate, ...) für den Verlauf Ihres Vortrags?
- Beschäftigen Sie sich auch mit weniger offensichtlichen Aspekten Ihres Themas?
- Sind Ihre Zuhörer auf Sie als Referenten angewiesen (Bedeutung, Sinn, Erklärungen, Aufmerksamkeit gezielt lenken,...), oder ist Ihre Präsentation selbsterklärend (Textfolien vorlesen,...)?
- Welche neuartigen Elemente und Verbindungen enthält Ihre Präsentation?
- neuartige Zusammenstellung der verfügbaren Informationen & Medien,
- neuartige Kategorien & Aspekte,
- alternative Lösungsansätze,
- unerwartete Handlungen, Schlussfolgerungen, Vergleiche, Analogien,
- Perspektiven- & Kontextwechsel, ...
- Ist der Mehrwert bzw. der Nutzen Ihrer Präsentation für Ihre Zuhörer klar erkennbar?
- Reflexion des Arbeits- und Lernprozesses (S.43)
- Wie hat Ihre Gruppe das Projektziel schriftlich formuliert? (S.47)
- Wurde das von Ihrer Gruppe gesetzte Ziel erreicht? (S.50)
- Entspricht das Arbeitsergebnis Ihrer Gruppe der Zeit, die Ihnen zur Verfügung stand? (S.50)
- Würden Sie das Arbeitsergebnis als gelungen betrachten? (S.50) Warum?
- ...
- Auftreten (S.43)
- Soziale Kompetenz:
- Interaktion in der Gruppe (S.43)
- Wie hoch war der Einsatz Ihrer Gruppe für das Gelingen Ihres Projektes? (S.50)
- Haben Sie die Ihnen zugeteilten Arbeiten selbstständig und zuverlässig erledigt? (S.50)
- Haben Sie für jede Arbeitsphase Pläne mit Zeiteinteilung und Verantwortlichkeiten erstellt? (S.50)
- Haben Sie die Arbeitspläne eingehalten bzw. sinnvoll geändert? (S.50)
- ...
- Teamfähigkeit (S.43)
- Wie haben Sie sich während der Präsentation gegenseitig unterstützt?
- Hat die Absprache in Ihrem Team so gut funktioniert, dass es eine gelungene Zusammenarbeit war? (S.50)
- Wie haben Sie Regeln und Absprachen vereinbart? Haben Sie sich daran gehalten? (S.47)
- Wie haben Sie sich bemüht, Konflikte selbst zu lösen? (S.47)
- Wie haben Sie sich in der Vorbereitungsphase gegenseitig unterstützt? (S.47)
- ...
- Interaktion in der Gruppe (S.43)
Quellen
- Stickel-Wolf, Christine; Wolf, Joachim: Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken. 2. Aufl.. Wiesbaden: Gabler Verlag 2002
- Nückles, Matthias [u.a.]: Mind Maps und Concept Maps. Visualisieren - Organisieren - Kommunizieren. 1. Aufl.. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2004. ISBN 978-3-423-50877-3
- Böhringer, Joachim; Bühler, Peter; Schlaich, Patrick: Präsentieren in Schule, Studium und Beruf . 1. Aufl.. Berlin: Springer Verlag 2007. ISBN 978-3-540-45704-5
- Klein, Kerstin [u.a.]: Handreichung zur neuen Realschulabschlussprüfung. 2. Aufl.. Stuttgart: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg 2006
