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Tipps & Tricks

Rituale

  • "Heilige Orte & Stunden"
    • Planen Sie fixe Lernstunden in Ihren Wochenrhythmus ein.
    • Richten Sie sich eine spezielle, ruhige und von "Störquellen" (Telefon, TV, Mitmenschen, ...) befreite "Lernecke" ein, die Sie wirklich nur zum Lernen nutzen und an der Sie die benötigten Arbeitsmittel immer griffbereit haben (Einstimmungs-Effekt!).
  • Rhythmisierung der Lernphasen
    • Achten Sie auf genügend Bewegung und regelmäßigen Schlaf!
    • Pausen, Schlaf und kurze Nickerchen erhöhen die Produktivität und schaffen Distanz zum Lerninhalt.
    • Planen Sie während Ihrer Lernstunden bewusst Pausen ein, z.B. 30min lernen -> 2min Pause; 2h-> 15min; 5h -> 2h.
    • Sorgen Sie in den Pausen für Frischluftzufuhr, bewegen Sie sich, trinken Sie etwas und wechseln Sie nach der Pause die Tätigkeit, um die Aufmerksamkeit zu erhalten (Gehirn reagiert auf Veränderungen).
    • Begrenzen & bestimmen Sie im Voraus die Zeit, in der Sie an etwas arbeiten wollen.
    • Die Leistungskurve erreicht zwischen 14 und 16 Uhr ein Minimum. Legen Sie in diesen Zeitraum eine Regenerationspause (Siesta!).
    • Kurz vor dem Nachtschlaf Gelerntes wird besser behalten.
    • Erstellen Sie einen Wochenplan Ihrer Tätigkeiten und Lernzeiten.
  • "Sparschwein-Zeiten" nutzen
    Nutzen Sie kurze, bereits "vergebene" Zeitspannen für Denkvorgänge [z.B. in Form von ABC-Listen, Lullschen Leitern & freien Assoziationen im Kopf!] zum aktuellen Lerninhalt bzw. zu Themen, die Ihnen derzeit wichtig sind. Beispiele für "vergebene" Zeitspannen, die Sie aktiv nutzen können: Warten (Ampel, Kasse, Schalter, Stau, ...), Wege (zum Fahrzeug, zum Arbeitsplatz, Gassigehen, Reisen, ...), einfache Tätigkeiten (Duschen, Kaffeekochen, Putzen,...), ...
  • "Belohnung"
  • ...

Arbeitsplatzorganisation

  • Folgende Arbeitsmittel sollten immer griffbereit sein:
    1. College-Block DINA4 kariert
    2. Schreibutensilien (Füller, Kugelschreiber, Bleistift, Radierer, Spitzer, Farbstifte, Textmarker, Folienstifte, ...)
    3. Kladde (als Lerntagebuch, Notizbuch, Mitteilungsheft, Hausaufgabenheft, Terminkalender, ...)
    4. Lineal, Geodreieck, Taschenrechner, Zirkel, ...
    5. Ablage- & Ordnungssystem (Heft, Ordner, Eckspanner, Folienhüllen, ...)
    6. Lehr- & Arbeitsbücher, ....
  • Der heimische Arbeitsplatz sollte diesen Mindestanforderungen genügen:
    1. Schreibtisch mit ausreichend großer Arbeitsplatte, Schubladen, Ablageschalen, Stehsammlern, Regal,...
    2. griffbereite Hilfsmittel wie Sammelordner, Lernkarteien, Lexika, Duden, fremdsprachliche Wörterbücher, Atlas,...
    3. zusätzliche Arbeitsmittel wie Schere, Kleber, Tesafilm, Büroklammern, Locher, Tacker, Ersatzhefte, Zeichenblock, Pinsel, Farbkasten, Papierkorb, ...
    4. Pinnwand für To-Do-Listen, Ferienplan, Stundenplan, Termine & Nachrichten, ...
    5. PC mit Internetanschluss, Office- & Grafikprogrammen (nicht spielen & chatten!)
  • Ordnungs- & Sammelsysteme pflegen

Emotionen

  • Stellen Sie sich von Beginn an eine Person vor, der Sie den Lerninhalt erklären möchten (Perspektiven- & Kontextwechsel)!
  • Reden und diskutieren Sie mit anderen Menschen über den Lerninhalt, z.B. beiläufig beim Mittagessen, auf dem Weg zur Arbeit, mit Freunden, in Pausen.
  • Bilden Sie z.B. eine 4er-Lerngruppe und teilen Sie den Lernstoff auf die Gruppenmitglieder auf. Jedes Gruppenmitglied bemüht sich, über den gesamten Lernstoff einen groben Überblick zu bekommen und zu "seinem" 1/4 Prüfungsfragen zu formulieren bzw. eine Klassenarbeit zu erstellen. Danach wird in der Gruppe geprüft. Jedes Gruppenmitglied erfährt so 3/4 des Stoffes aus der Sicht des Prüflings und 1/4 aus der Sicht des Prüfers.
  • Erstellen Sie zu dem Lerninhalt Wissensquiz-Spiele, die Sie später mit Kollegen oder Freunden spielen.
  • Suchen Sie Beziehungen zwischen dem Lerninhalt und Ihrer Erfahrung, Ihrem Alltagswissen, Ihrem themenbezogenen Vorwissen, und bringen Sie neue Informationen immer ganz bewusst mit Altbekanntem in Verbindung.
  • Suchen Sie verschiedene Situationen bzw. denken Sie über verschiedene Situationen nach, in denen das neue Wissen hilfreich wäre.
  • Erzeugen Sie sich phantasievolle, bildhafte Vorstellungen zu "trockenem" & "abstraktem" Lerninhalt und zu Prozessen.

Denken mit einem Stift in der Hand - Ideen & Erinnerungen retten

  • Gewöhnen Sie sich an, immer eine Kladde und Schreibzeug dabei zu haben. In diese Kladde sollten sie (wie ein Wissenschaftler) jederzeit und überall Ihre eigenen Assoziationen, Erfahrungen, Ideen, Gedanken, Ergebnisse eintragen können.

Quellen

  • Steiner, Verena: Erfolgreich lernen heißt.... Die besten Lernstrategien für Studium und Karriere. 2. Aufl.. München & Zürich: Pendo Verlag 2002. ISBN 3-85842-856-6
  • Steiner, Verena: Exploratives Lernen. Der persönliche Weg zum Erfolg. Ein Arbeitsbuch für Studium, Beruf und Weiterbildung. 10. Aufl.. München & Zürich: Pendo Verlag 2006. ISBN 3-86612-032-X