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Feb
2012
„Bildungspolitik so spannend wie noch nie”
Gerhard Friedrich ist im Amt
SEELBACH (tw). Großer Bahnhof für Gerhard Friedrich: Seit Beginn des Unterrichts nach den Weihnachtsferien ist er Konrektor an der Realschule Seelbach. Gestern haben ihn Schule und Gemeinde offiziell in Seelbach und in seinem neuen Amt willkommen geheißen. Schüler haben die Feier musikalisch umrahmt.
Das Berufungsverfahren sei zügig verlaufen, freute sich Daniel Janka, der die Gäste in der Aula willkommen hieß. Mit seiner Erfahrung, seiner Kompetenz und seiner Art passe Friedrich ins Bildungszentrum, hieß der Rektor seinen Ersten Offizier an Bord willkommen.
Bevor der stellvertretende Leiter des Staatlichen Schulamts Offenburg, Joachim Schwab, den beruflichen Werdegang des neuen Konrektors nachzeichnete, stellte er fest, dass Janka, Friedrich und auch Bürgermeister Thomas Schäfer den Weg über die Realschule gegangen seien und gleichsam für den Erfolg der Realschule stünden. Die Realschule verstehe es, über das Prüfungsjahr hinaus, Akzente in Richtung Leistungsbereitschaft zu setzen, die prägend sein könnten für das ganze Leben.
Die berufliche Vita Friedrichs nach dem Realschulabschluss an der OttoHahn-Realschule in Lahr — Lehre zum Gerätemechaniker und dann Studium von Mathematik und Technik in den Jahren 1981 bis 1985 — zeigt nicht nur den Pädagogen Gerhard Friedrich. Er war an verschiedenen Realschulen zwischen Ichenheim und Villingen, zwischen Achern und Ettenheim, wie auch am sozialpädagogischen Gymnasium in Königsfeld und an den beruflichen Schulen in Kehl tätig.
Neben dem Beruf hat er sich zum Diplompädagogen weitergebildet. Er promovierte und hat sich schließlich 2006 an der Universität Bielefeld habilitiert. Er hat Lehrer am Studienseminar in Freiburg ausgebildet und war zeitweise an die PH Freiburg abgeordnet. „Die Bildungshäuser in Baden-Württemberg sind konzeptionell in Kuhbach entstanden", hob Schwab ein weitere Leistung Friedrichs hervor und wies den Kinderakademien, die der Pädagoge im Auftrag des Schulamts eingerichtet hat, ein Alleinstellungsmerkmal für Deutschland zu.
Bürgermeister Thomas Schäfer begrüßte den erfahrenen Pädagogen und Erziehungswissenschaftler in Seelbach und freute sich, dass er die Nachfolge von Dietrich Berger beim Seelbach-TV antritt. Peter Leufke, Rektor der Grund- und Werkrealschule, hat Friedrich in den ersten Wochen als einen Kollegen kennengelernt, der nicht belehrend wirke. Das tue gut und schaffe Vertrauen. Leufke, der sich freute, dass das Kleeblatt der Schulleitungen wieder komplett sei, gab ihm den Rat, die Kräfte einzuteilen: „Der Weg ist steil und weit — und kann steinig sein."
Nach Grußworten der Elternvertreter Marlene Schneider und Marion Himmelsbach sagte Friedrich, er sei optimistisch, die Aufgaben bewältigen zu können. „Bildungspolitik ist spannend wie noch nie. Eine einzelne Realschule wird kaum überleben können", stellte er fest und alle auf, gemeinsam zu überlegen, welchen Weg die Schule gehen soll.
- Dateien:
BZ020212_Friedrich.pdf625 K
| Rubrik: Badische Zeitung
